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Verkostung und Feuer
Mostfest mit Mostprämierung des Obst- und Gartenbauvereins Arnstorf
Der Obst- und Gartenbauverein Arnstorf lud kürzlich zu einem Mostfest mit
Mostprämierung ein, das zahlreiche Mostfreunde in geselliger Runde zusammenbrachte.
Der 1. Vorsitzende Xaver Pongratz begrüßte die Gäste, besonders willkommen hieß er die
Mostkönigin Martina Neumaier, die stellvertretende Kreisvorsitzende Juliane Eder, den
Kreisfachberater Bernd Hofbauer, die Landtagsabgeordnete Mia Goller sowie den zweiten
und dritten Bürgermeister Konrad Stadler und Martin Stömmer.
Im Mittelpunkt des Festes stand die Prämierung der eingereichten Moste. Insgesamt
zwölf Proben wurden von einer siebenköpfigen Jury verkostet und bewertet. Dieser
gehörten Konrad Stadler, Martin Stömmer, Bernd Hofbauer, Mostkönigin Martina
Neumaier, Roland Hofbauer, Roland Girnghuber und Franz Bruckmeier an.
Die Probiergläser wurden von Vorsitzendem Xaver Pongratz nummeriert und ohne
Kenntnis der Herkunft an die Jurymitglieder ausgegeben. So konnte jeder Most objektiv
beurteilt werden. Zwischen den einzelnen Verkostungsrunden wurden die
Geschmacksnerven der Jury mit Wasser, Brot und Käse neutralisiert.
Nach jedem Durchgang gaben die Juroren ihre Bewertungen ab, die vom Schriftführer
Bernhard Bednara dokumentiert wurden. Nach einem rund zweistündigen
Probiermarathon stand schließlich der Sieger des Mostwettbewerbs fest. Den 1. Platz
belegte Josef Müller, den 2. Platz Xaver Pongratz und den 3. Platz Georg Altmann.
Die Sieger erhielten jeweils einen Brotzeitkorb und wurden von der Mostkönigin Martina
Neumaier beglückwünscht. Das Mostfest bot damit nicht nur eine Plattform für den
Vergleich regionaler Erzeugnisse, sondern auch einen geselligen Rahmen für den
Austausch unter den Teilnehmern.
Die Jury v.l.: Roland Hofbauer, Roland
Girgnhuber, Franz Bruckmeier, Konrad
Stadler, Martin Stömmer, Bernd
Hofbauer und Mostkönigin Martina
Neumaier
Siegerehrung v.l.: 1. Platz: Josef
Müller, 2. Platz: Xaver Pongratz,
Mostkönigin Martina Neumaier
und 3. Platz: Georg Altmann
Gartler pflanzen Zitterpappel in der der Au
Arnstorf. Der Obst- und Gartenbauverein Arnstorf hat in der „Arnstorfer Au“ den Baum
des Jahres, die Zitterpappel, gepflanzt. Als Standort wählte man einen Bereich am
Weiher, wo zunächst das Pflanzloch ausgehoben wurde. Nachdem der Untergrund sehr
kiesig war, wurde der Baum mit verbesserter Erde eingesetzt.
Für eine optimale Entwicklung des Baumes wurde das Pflanzloch mit einem
Wühlmauskorb versehen, stabile Stützpfähle eingeschlagen, und eine Informationstafel
angebracht. Im Anschluss wurde der junge Baum mit Wasser direkt aus dem Weiher
eingegossen. Die Pflanzaktion ließ sich Bürgermeister Christoph Brunner nicht
entgehen.
Der Baum wurde mit einer Spende der Firma Otto Stegmüller GmbH in Arnstorf
finanziert.
Die Zitterpappel gehört zu den auffälligsten heimischen Laubbäumen: Schon ein leichter
Wind bringt ihre Blätter zum Flirren und verleiht ihr ein fast lebendiges, tanzendes
Aussehen. Doch nicht nur ihre Erscheinung macht sie besonders – sie ist auch für viele
Tiere und Pflanzen von großer Bedeutung. Als Pionierbaum besiedelt sie schnell offene
Flächen, regeneriert geschädigte Wälder und bietet zahlreichen Arten einen
Lebensraum. Mehr als 60 Schmetterlingsarten nutzen ihre Blätter als Futterquelle,
Spechte zimmern Höhlen in das weiche Holz, und viele Singvögel finden hier Nahrung.
Sie wächst auf frischen bis mäßig trockne, nährstoffreiche Böden und kommt vom
Tiefland bis in Höhen von 2.000 Metern vor. Dank ihrer Fähigkeit, sich über
Wurzelausläufer zu vermehren, kann sie nach Störungen wie Sturm oder Feuer rasch
neue Bestände bilden.
v.l.: Wigg Esterl, Xaver
Pongratz, Stefan Hendel,
Christian Oswald mit
Sohnemann Theo und
Bgm. Christoph Brunner
Veredelungskurs am 18. April 2026
Darum werden Obstbäume veredelt?
Kurs des Obst- und Gartenbauvereins mit Vorsitzendem Xaver Pongratz
Dies erklärte Vorstand Xaver Pongratz vom Obst- und Gartenbauverein Arnstorf mit
Unterstützung von Beirat Ludwig Esterl im vereinseigenen Obstlehrgarten. Würde man einen
Kirschkern in den Boden stecken, hätte der neue Baum nicht mehr die gleichen Merkmale wie
die Mutterpflanze, da die Kirschblüte mit dem Pollen einer anderen Sorte bestäubt wurde. Man
hätte also einen unbekannten Sämling - mit unbekannten Eigenschaften. Auch die Vermehrung
über einen Steckling ist schlicht nicht möglich, da dieser keine Wurzeln bildet. Deswegen
werden Obstbäume meist veredelt. Nur durch die Veredlung können Ertrag und Wachstum
kontrolliert werden.
Wer im Handel kauft, bekommt also eigentlich zwei Bäume in einem: Die Wurzeln stammen
von der Unterlage, einem Obstbaum, der veredelt wurde. Das heißt, dass der Rest des
Baumes zu einer anderen Sorte oder Art als die Unterlage gehört: Stamm, Krone und vor allem
die Früchte zählen zu der gewünschten Obstsorte.
Grundregeln für das Veredeln: Das Veredeln sollte niemals bei Regenwetter stattfinden. Ist es
sehr feucht, ist die Gefahr größer, dass sich an den Schnittstellen Krankheitserreger
ausbreiten. Arbeiten Sie deshalb auch unbedingt mit sauberer, scharfer Technik und vermeiden
Sie, die Schnittflächen mit den Fingern zu berühren! Kündigt sich eine längere Trockenperiode
an, so muss der Baum nach der Veredelung zusätzlich gewässert werden, um das Anwachsen
zu erleichtern.
Einen Baum zu veredeln lohnt sich, wenn
eine ursprüngliche Obst-Sorte erhalten werden soll. Alle veredelten Bäume der gleichen Sorte
sind genetisch identisch, wodurch Sorten über sehr lange Zeit erhalten werden können.
der Edelreiser, also die Wunschsorte, nicht gut zum vorhandenen Boden passt, die Unterlage
aber schon.
Obstsorten trotz reichem Blütenflor kaum Früchte bringen.
Wuchsstärke oder Widerstandskraft der gewünschten Obstsorte gegen Krankheiten gesteigert
werden sollen.
auf einem Baum z.B. mehrere Apfelsorten gewünscht werden,
oder die gewünschte Obstsorte nicht auf einer gewollten Wurzelunterlage zu beschaffen ist.
Xaver Pongratz zeigte den Teilnehmer verschiedene Veredelungsformen, wie das Kopulieren
und das Veredeln hinter die Rinde. Beim Veredeln durch Kopulation werden zwei genau
passende Schnittflächen an Unterlage und Edelreis zusammengefügt. Wichtigste
Voraussetzung für eine Kopulation ist, dass Unterlage und Edelreis den gleichen Durchmesser
haben. Unterlage und Reis werden im gleichen Winkel schräg zugeschnitten, so dass auf
beiden das Kambium auf einer langelliptischen Schnittfläche frei liegt. Die Schnittfläche sollte
etwa vier- bis achtmal so lang wie der Durchmesser von Edelreis und Unterlage sein. Mit
jeweils einer Gegenzunge wird das Zusammenfügen der Zweige stabiler. Danach ist das
Edelreiser auf 3 Augen einzukürzen und mit Bast oder Veredelungsband zusammenzufügen.
Ludwig Esterl zeigte eine früher weit verbreitete Form, die Geißfußveredelung, die eine sehr
stabile Form der Veredelung darstellt. Viele Fragen wurden von Xaver Pongratz und Ludwig
Esterl beantwortet. An mitgebrachtem Material konnten die Teilnehmer die Veredelung üben,
bevor mit den von Xaver Pongratz besorgten Edelreiser und Wurzelunterlagen der eigene
Baum veredelt werden konnte.
Zufrieden nahmen einige Teilnehmer ihren selbst veredelten Obstbaum mit nach Hause.
Vorne v.l: Xaver Pongratz
und Ludwig Esterl zeigen
das Pfropfen von
Edelreisern
Baumpflanzaktion am 25. April 2026
Generalversammlung am 26. April 2026
Neue Kindergruppe vorgestellt
Generalversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Arnstorf mit Vortrag
Arnstorf. Im Gasthaus Oberwirt „Beim Kroaten“ fand die diesjährige
Generalversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Arnstorf statt. 1. Vorstand
Xaver Pongratz eröffnete die Versammlung und begrüßte neben den zahlreich
erschienenen Mitgliedern auch den 2. Bürgermeister Konrad Stadler, dass Sepp Able
sowie den Referenten Josef Stöttner.
Im Anschluss ließ Schriftführer Bernhard Bednara das vergangene Vereinsjahr in
einem anschaulichen Bildervortrag Revue passieren. Kassiererin Gabi Golginger
stellte den Kassenbericht vor, dem Kassenprüfer Konrad Stadler eine einwandfreie
und vorbildliche Führung bescheinigte. Die anwesenden Mitglieder erteilten der
Vorstandschaft daraufhin einstimmig die Entlastung.
Vorsitzender Pongratz gab zudem einen Ausblick auf die kommenden Termine des
Vereins. Geplant sind unter anderem ein Kurs zur Herstellung von Terra-Preta-Erde
am 9. Mai, ein Vereinsausflug am 23. Mai zum Hopfenerlebnishof Stiglmaier in
Attenhofen sowie zum Hofladen mit Hofcafé Röll in Abensberg (Sandharlanden).
Weitere Programmpunkte sind ein Kurs zur Grünarbeit an Weinreben am 20. Juni,
ein Sommerschnittkurs für Obstbäume am 29. August, die Obstpresstage Anfang
Oktober bei Andrea Hager in Petersdorf sowie das traditionelle Krauteinhobeln am 8.
November im Rahmen des Allerseelenmarktes.
Xaver Pongratz gab bekannt, dass unter dem Dach des Obst- und Gartenbauvereins
Arnstorf eine neue Kindergruppe gegründet wurde und stellte die Betreuerinnen
Katharina Hilz, Christina Winkler und Barbara Regirt vor. Er bedankte sich bei ihnen
für die Übernahme der verantwortungsvollen Aufgabe jeweils mit einem
Blumenstrauß.
Nach einer Kaffeepause folgte der Fachvortrag von Josef Stöttner zum Thema „Darf
es ein bisschen wilder sein?“. Der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer aus
Mariakirchen begeisterte die Zuhörer mit einer kurzweiligen Präsentation über
naturnahe Gartengestaltung. Unter dem Leitsatz „Das nächste Naturschutzgebiet ist
Dein Garten“ erläuterte er, welche Elemente in einem naturnahen Garten nicht fehlen
sollten. Dazu zählen insbesondere Blühflächen, Nistkästen, Insektenhotels,
Trockenmauer, Totholzhaufen, Wasserstellen sowie heimische Stauden und
Gehölze. In den eigenen Garten gehören auf jeden Fall kein Torf, kein Rasenmäher-
Roboter und kein Laubsauger. Der Vortrag wurde mit großem Applaus gewürdigt.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Versteigerung, bei der Versteigerer
Robert Gerstl in gewohnt unterhaltsamer Weise zahlreiche Gartenartikel an die
Anwesenden brachte und damit die Vereinskasse zusätzlich aufbesserte.
v.l.: Xaver Pongratz,
Christine Winkler, Katharina
Hilz, Referent Josef
Stöttner, Barbara Regirt